Projektinformation «Strategie frühe Kindheit» in der Gemeinde Landquart
Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines Kindes. In dieser sensiblen Phase sind Kinder auf eine liebevolle, sichere und anregende Umgebung angewiesen. Neben der Familie leisten auch Angebote der Frühen Förderung einen wichtigen Beitrag, indem sie Kinder und ihre Familien von der Geburt bis zum Schuleintritt in ihrem Lern- und Entwicklungsprozess unterstützen. Besonders für Kinder aus vulnerablen Familien können solche Angebote zu gerechteren Startchancen beim Kindergarteneintritt führen.
Mit dem Projekt «Strategie frühe Kindheit» möchte die Gemeinde Landquart bis Juni 2028 eine langfristige Gesamtstrategie entwickeln. Ziel ist es, die bestehenden Angebote im Bereich der frühen Kindheit besser aufeinander abzustimmen, Übergänge – etwa in den Kindergarten – zu erleichtern und Ressourcen effizienter einzusetzen. Gleichzeitig soll die Strategie Eltern eine verständliche Orientierung innerhalb der vielfältigen Angebote bieten und die Anbieter dabei unterstützen, ihre Leistungen bedarfsgerecht auszugestalten.
Projektphasen
Ende Juni 2025 hat der Gemeindevorstand dem Projekt zugestimmt und die notwendigen Ressourcen bereitgestellt. Derzeit arbeiten wir an der Zusammenstellung der lokalen Steuer- und Projektgruppe, um anschließend gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren der Gemeinde die nächste Projektphase – die Situationsanalyse – anzugehen.

Erwartete Ergebnisse
Projektinformation im PDF-Format
Mitwirkungsanlass vom 12. Mai 2026
Wie sieht die aktuelle Landschaft der Frühförderung in Landquart aus? Wo gibt es Lücken? Und wie fliesst die Information zu den Familien? Diese Kernfragen standen im Zentrum eines Workshops, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte. Rund 60 Personen folgten dem Ruf – darunter Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, Vereinen, Behörden sowie interessierte Privatpersonen und Eltern.
Es entwickelte sich ein äusserst wertvoller und schöner Austausch auf Augenhöhe. Gemeinsam wurden bestehende Angebote sichtbar gemacht und kritisch analysiert.
Das wichtigste Fazit des Abends: In Landquart ist bereits enorm viel Gutes vorhanden. Allerdings agieren die Akteure oft noch zu wenig koordiniert und vernetzt. Besonders die Rückmeldungen der teilnehmenden Mütter und Väter liessen aufhorchen. Viele gaben an, den Grossteil der bestehenden Angebote im Vorfeld gar nicht gekannt zu haben.
Für die Gemeinde ist diese Erkenntnis ein wertvoller Hebel. Sie liefert wichtiges Material für die aktuelle Situationsanalyse und zeigt grosses Potenzial für die anschliessende Massnahmenplanung auf. Das Ziel ist klar: Angebote müssen besser gebündelt und für Familien einfacher zugänglich gemacht werden.
Nach dem erfolgreichen Auftakt geht die Arbeit hinter den Kulissen intensiv weiter. Das Projektteam nutzt die gewonnenen Daten und Inputs, um die nächsten strategischen Schritte zu erarbeiten und sauber zu dokumentieren.
